29. Mai 2013 Stoned Karma Festival (Vibravoid, Stay, Giobia, X-Ray-Harpoons, The Lysergics, The Roaring 420s) - Projekt 42, Mönchengladbach
Als ich zum ersten Mal den Club „Projekt 42“ in Mönchengladbach betrat fühlte ich mich zurückversetzt in das Jahr 1967 – in den UFO-Club in London. Atmosphärisch war es eine echte Zeitreise. Und dann noch diese Musik – Psychedelic, so wie es damals die Pink Floyd im UFO-Club zelebrierten. Die „location“ ist kongenial zur psychedelischen Musik. Altes Gemäuer, Irrgarten, eng, verwinkelt, Steinfußboden zum Hinsetzen – nur geraucht werden darf am heutigen Abend nicht mehr innerhalb des Lokals. 6 Psychedelic-Bands mit dem Headliner „Vibravoid“ aus Düsseldorf. Ich konnte mit Christian Koch, dem Gitarristen und Sänger der Band ein langes Gespräch führen. Es war mein längstes Interview – 3 ½ Stunden, und es war ebenfalls eine Zeitreise der psychedelischen Musik. Wir haben in seiner Plattensammlung geschaut und zahlreiche Raritäten entdecken können. Christian ist mit Leidenschaft dabei und so zelebriert er mit seinen Mitmusikern auch die Musik. Sie waren vor kurzem in Italien und präsentieren uns die Gruppe Giobia, die sie in Italien kennengelernt haben. The Lysergics kommen aus England; X-Ray Harpoons sind eine deutsche Gruppe, sowie auch The Roaring 420s und Stay kommen aus Spanien. Für die excellente Light-Show ist ebenfalls Christian verantwortlich. Er baut die notwendigen Öl hinter Glas-Konstruktionen weitesgehend selbst und ist darin inzwischen auch sehr erfahren und kreativ. Schon beim letzten Festival konnte ich mich davon im Projekt 42 überzeugen. Für diesmal hat er sich wieder etwas Neues einfallen lassen. Für alle Freunde der psychedelischen Musik und der damit verbundenen Atmosphäre ist dieses Festival ein Muss!!! Am besten Karten vorbestellen! – Wir sehen uns!
Aus aktuellem Anlass weisen wir hier auf eine Buch-Neuerscheinung hin. Christoph ist Kenner der Musik-Szene (Musikjournalist, Radio- und Buchautor, CD-Herausgeber für Trikont und Wergo, Betreiber des 'World Music Picture Archive') und schreibt im Netz auch einen sehr interessanten Blog unter: (http://christophwagnermusic.blogspot.co.uk/). Unbedingt lesenswert, so wie sein neues Buch: Christoph WagnerDER KLANG DER REVOLTEDie magischen Jahre des westdeutschen Musik-Underground Herausgeber: Haus der Geschichte Baden-Württemberg; Schott Music, Mainz 2013, Broschur, Fadenheftung, 388 Seiten, über 100 rare Schwarz-Weiß-Fotos, 24,95 Euro
Mit dem Jugendprotest entstand in Westdeutschland in den “magischen Jahren” von 1967 bis 1973 eine neue Underground-Musik, die eine radikale Abkehr von der biederen Nachkriegsunterhaltung markierte.
Ob in Rock, Jazz, Folk oder avantgardistischer Popelektronik - überall bastelten visionäre Musiker an neuartigen Klängen, die die Impulse der anglo-amerikanischen Szene mit europäischen Einflüßen zu eigenständigen Stilformen verbanden. Rockgruppen wie Can, Amon Düül 2, Guru Guru, Embryo und Faust, Elektroniker wie Kraftwerk, Cluster, Tangerine Dream, Klaus Schulze und Neu sowie Jazzrebellen wie Peter Brötzmann und Alexander von Schlippenbach gaben Anstöße, die bis heute weltweiten Widerhall finden. Darüber hinaus leisteten Pioniere wie Udo Lindenberg, Ton Steine Scherben oder Ihre Kinder sowie politische Liedermacher à la Franz Josef Degenhardt und radikale Straßensänger wie Klaus der Geiger Geburtshilfe bei der Entstehung einer deutschsprachigen Popmusik. Ihre Sounds hallten im subkulturellen “Echoraum” aus Bandkommunen, Drogen, den ersten internationalen Rockfestivals sowie lokalen Konzertinitiativen und Jugendclubs wider - selbst in der tiefsten Provinz - und befeuerten so die den gesellschaftlichen Umbruch.
Inhalt Das Kleingeld der Träume - Die Historisierung der «magischen Jahre» Der Klang der Revolte - Musik als Protest The strangest rock scene in the world - Das andere Deutschland Vor Udo - Wie das Deutsch in die Rockmusik kam Klanggewitter - The Who und Jimi Hendrix küssen die deutsche Popszene wach Kosmische Sounds und sphärische Klänge - Die Anfänge der elektronischen Musik in Berlin Elektronische Seligpreisungen - Die westdeutsche Elektronik-Szene Klangzauberei - Die Entdeckung des Studios Grenzen durchbrechen! Die Jazz-Revolution in Westdeutschland Neugier ist die schlimmste Droge - Auf dem Weg zur Weltmusik «Selten, seltener, selbstgemacht!» - Die Anfänge der Liedermacherei und einer radikalen Straßenmusik Der Untergrund taucht auf - Die «Internationalen Essener Songtage 1968» Der Krieg findet im Saal statt - Die «Underground-Explosion»-Tour 1969 Flüstern, beschwören, kreischen - Das «Internationale Essener Pop- und Bluesfestival 1969» Festivalitis - Die ersten Open-Airs, Deutschrock- und Free Festivals 1970 Die Provinz dreht auf - Greatest Show at Bodensee Von «Love & Peace» zu «Hate & War» - Fehmarn und das Ende der Chaos-Festivals Vorsicht: Popkommune! - Das alternative Leben im Musikkollektiv Wenn man nichts machte, war nichts los! - Subkultur in der Provinz «Jetzt haben wir noch zehn Mark» - Die Mangelökonomie im Untergrund Die Farben der Klänge - Drogen im Underground Musik vor der Musik - Die animalischen Klänge von Paul und Limpe Fuchs Meet the Bürgerschrecks - Die Pop-Guerilla-Truppe Xhol Caravan Betongewölbe aus Klang - Die Unerbittlichkeit der Can-Maschine Im Echoraum der Geschichte - Die Aktualität der magischen Jahre
Portofreie Lieferung (in Deutschland) bei DAS BUCH, BALINGEN: http://dasbuch-online.de/ Einfach eine Email schreiben, dann geht euch das Buch mit Rechnung zu (portofrei in Deutschland). Wichtig: Adresse nicht vergessen!
Tom Tornados Musik-Kolumne
Dear Friends & Musiclovers. Diesmal ohne viel Worte. Hier mein Special über HIPPIES, mit allen Facetten von Ernst bis Lustig von Musik bis Politik und diesmal braucht Ihr bestimmt ein Wochenende um Euch dieses ganze Material anzuschauen. Aber es lohnt sich, ich habe Stunden gebraucht dies zusammen zu stellen und hoffe ihr nehmt Euch die Zeit dies zu Eurer Freude als ein Geschenk von mir an zu nehmen.... Love, peace & Prosperity Euer Tom Tornado
Die Links führen nicht unmittelbar auf die Youtube-Seite. Ihr müsst den Link kopieren und in die Suchleiste einfügen. Dann läuft das jeweilige Video. Es lohnt sich.
Beatnik und Creative Outlaw Tom "Tornado" Klatt wird ab jetzt regelmäßig eine Kolumne zu einem musikalischen oder auch kulturellem Thema schreiben. Wir schätzen Ihn und sein musikhistorisches Gedächtnis sowie sein Musikverständnis sehr.
Hier nun Tom's erstes "special":
Dear Friends & Music Lovers, nun da Tornado sich vom Konzertbizz zurückgezogen hat, kann er sich endlich mal einen seiner langgehegten Wünsche erfüllen. Ihr erhaltet im Rhythmus der Sonnenflecken von mir meine TORNADO SCPECIAL Kolumne. Dies ist die erste in einer lang geplannten Reihe meiner musikalischen Wurzeln/Begegnungen/Einflüsse etc. HERE COMES MY BULLET(IN):
Wir schreiben das Jahr 1959. Ich erhielt ein "Radio" zu meinem 8ten Geburtstag. Nun müsst Ihr Euch nicht sowas wie heute Bekanntes vorstellen. Das Radio war ein Trafo, ähnlich wie man ihn zum Bedienen der heimischen Eisenbahnanlage brauchte. Dazu kamen ein Paar überdimensionale Kopfhörer. Ich sah aus wie der Bordfunker auf der Titanic (wer den Film von Cammeron gesehen hat, weiss was ich meine und übrigens, der hatte verblüffende Ähnlichkeit mit mir heute, von den langen Haaren mal abgesehen...). Unter der Woche musste ich um 19.00 Uhr ins Bett und nur tagsüber war Radio hören angesagt. Am Wochenende dann um 20.00 Uhr ins Bett und dort durfte ich dann bis 21.00 Uhr Radio hören. Also dieser Trafo empfing nur einen Radiokanal und das war "Deutschland Radio". Unter der Woche nur Sport, seichte Schlager etc., ABER.....am Wochenende dann um 20.00 Uhr lief eine Spielshow "Städtekampf". Da tratten 2 Städte mit diversen Quizfragen und Geschicklichkeits Spielen gegeneinander an ( ähnlich wie später im TV "Spiel ohne Grenzen"). Fernsehen (übrigens ein Wort das eine tiefe Bedeutung hat und auch so langsam aus unserenm Sprachschatz verschwindet) gab es weit und breit nicht, geschweige denn bei uns zu Hause. Der Städtkampf ging bis 22.00 Uhr, danach war "Peterchens Bastelstunde" mit dem legendären Peter Frankenfeld angesagt und um 23.00 Uhr war es endlich soweit. Die musikalische Klangwelt öffnete sich meinen Ohren: "Herr Sanders öffnet seinen Schallplattenschrank" hiess die Sendung und ging bis 24.00 Uhr. Aber Pustekuchen...der Trick bestand bis 24.00 Uhr wach zu bleiben, aber wie nur? Mein Stiefvater kam pünktlich um 21.00 Uhr in mein Zimmer und kontrollierte, dass ich ja nicht mehr Radio hörte. Also musste ich mich zuvor schlafend stellen, die Kopfhörer abnehmen und wenn er das Zimmer verlassen hatte...nix wie aufgesetzt und unter der Bettdecke mit Taschenlampe gelesen und weiter gehört. Wurde man erwischt, war das Radio für 4 Wochen weg und Stubenarrest gab's noch obendrein (hat aber irgendwie immer funktioniert, wer weiss was meine Eltern am Samstag Abend.....). Also der Städtkampf war spannend, man fieberte mit, danach zur Entspannung die Lachmuskeln geschaukelt (während ich dies schreibe fällt mir auf...vielleicht sind da die Wurzeln für meinen "schrägen" Humor gepflanzt worden? Danke Peter!). Und 23.05 Uhr war es soweit. Der Held meiner Radiokindertage war zu hören und spielte mir völlig unbekannte Klänge: Big Band Jazz /Billie Holliday/Moondog (den ich ja dann 1969....) und da kam sie....eine nie zuvor (und später auch nicht mehr) gehörte Stimme: YMA SUMAC. Ich war fasziniert und wie Ihr alle wisst, basiert ja die Übertragung des Radiosignals via Ätherwellen und Äther ist ja wohl eine Droge, oder????Also schon damals die Weichen gestellt, verführt von einer Sirenenstimme? Was konnte süsser sein... 10 Jahre später fand ich auf einem Flohmarkt eine Plattte deren Cover mich voll "übermannte". Was für eine wunderschöne Frau und dann dieser unglaublicher Name: YMA SUMAC. Und schlagartig fiel mir meine Kindheit ein. Ich wusste rein gar nichts über sie und auch Herr Sanders nannte nur ihren Namen und nix "Hintergrundinformationen". Ich konnte gar nicht erwarten nach Hause zu kommen. Den Plattenspieler angeworfen und da war sie....und meine Erinnerungen an die Samstag Nächte unter der Bettdecke. Aber wer war diese Frau? Damals war nix mit Google, in der Presse stand nix, Musikpresse ebenfalls von nix ne Ahnung. Onkel Max mit seiner wöchentlichen Kolumne in der Recklinghäuser Zeitung musste weiterhelfen. Ich schrieb ihm einen Brief und tatsächlich 3 Wochen später war in seiner Kolumne etwas über YMA zu lesen. Und was da stand machte mich nur noch neugieriger. Ich versuchte ihre Platten zu kaufen (E-Bay war noch nicht mal angedacht zu jener Zeit!), doch die waren schon längst vergriffen und nach 8 Jahren hatte ich das Gesammtwerk von 6 LP's & diversen 10" LP's zusammen. Aber während all dieser Zeit liess mich die Frau nicht los. Ich begann selber Recherchen anzustellen. Schrieb mir die Finger weltweit wund, kam mit Verrückten aus der ganzen Welt in Kontakt und die Geschichte dieser Frau wurde immer aussergewöhnlicher. Als ich die erste erstandene Platte zu einem Freund in RE mitnahm, kam seine Mutter ins Zimmer gestürzt und war verwundert das wir YMA SUMAC hörten. Sie erzählte mir von ihrer Teenagerzeit und das YMA als ein musikalisches Welwunder von 1949-52 in der Presse und Rundfunk galt. Im Sommer 1982 bei einem Dichterkollegen in der Schweiz sollte ich mehr erfahren. Er wusste fast alles über sie. Teilte mir mit, dass das ganze Betreffs "Inkaprinzessin" nur ein "Fake" sei, auch das indianisch das sie teilweise sang, wäre eine Fantasiesprache. Muss noch anmerken das mein Schweizer Freund 20 Sprachen fliessend beherrschte, darunter so was aussergewöhnliches wie Alt Ungarisch, was damals nur noch 10 Leute weltweit sprachen, von diversen Dialekten dieses Globus ,die er ebenfalls sprach, mal ganz abgesehen. Nachts sassen wir in Schlafsäcken gehüllt auf dem Dach eines Hauses in der Züricher Innenstadt und auf meine Frage, warum er soviel über YMA wusste, erzählte er mir, das sein Vater in YMA verliebt war, sie persönlich kannte, aber die Liebe ihrerseits nicht erwiedert wurde und er deshalb Selbstmord beging (er war ein sehr bekannter Schweizer Dichter in den 40ger und 50ger Jahren). To make a long story short.....ich habe von 1974 bis 1984 alles über ihr Leben gesammelt und bin zu ganz anderen "Erkenntnissen" als die offizielle Biografien über sie gelangt. Als ich die Story der Presse anbot, wollte man mich mit einem Obolus abspeisen, somit ist sie nie gedruckt worden, und ich hab sie bis heute für mich behalten. Also falls wir uns mal treffen erzähle ich sie Euch/Dir gerne ("Drinks bezahlt Ihr/Du"). Es gäbe noch soviel zu sagen...lehnt Euch zurück, vertraut mir Eure Augen und Ohren für eine gute halbe Stunde an, trinkt ein gute Glas, raucht eine Zigarette (egal welchen Inhalts) und entspannt Euch. "LADYS & GENTLEMEN! HERE COMES THE GREATEST VOICE OF THE WORLD: "YMA SUMAC"
Dies als INTRO, damit Ihr schon mal einen kleinen Vorgeschmack bekommt, auf das, was Euch in dieser meiner Video Musik Show erwartet: http://www.youtube.com/watch?v=CA5pENArOCc
1960 ging sie für 3 Monate auf Tournee durch die Sowjetunion und spielte für fast 100.000 Leuten und dies alles während des "Kalten Krieges" zwischen USA und UDSSR. Die amerikanische Regierung versuchte ihre Tournee zu verhindern, aber sie managte dies ganz ohne irgendwelche Unterstützung. Danach erhielt sie keine weiteren Auftritte/Plattenverträge mehr in den USA: Whttp://www.youtube.com/watch?v=moFQZN80-Z4 und: http://www.youtube.com/watch?v=GB3oRzTNqhg&list=PL77543983AC83C68F
Ihre frühste Aufnahmesession 1944, das was Ihr als "Panflöte" hört, ist ihre Stimme. Live ohne irgendwelche Playbacks (und war das nicht eine wunderschöne Frau!): http://www.youtube.com/watch?v=PiOraf7Ygcc
Hier das wohl unglaublichste Stück das meiner Meinung jemals auf Vinyl gebannt wurde. Nur 1 Flöte und 1 Gitarre, der Rest ist ihre Stimme, die alle Tiere des Jungles "immitiert/interpretiert" und wenn ihr den Film dazu seht, werdet Ihr verstehen was ich meine. Und hinzu kommt, das dieser Song bzw. ihre Stimme die höchste Note erreicht, die ich jemals vernommen habe: http://www.youtube.com/watch?v=YSsc0vKmrpo&list=PL77543983AC83C68F&index=2
Hier ein Ausschnitt aus einen ihrer Hollywood Filme (in denen sie wie immer eine Inkaprinzessin spielen musste). An ihrer Seite Lex Barker bevor er uns den Old Shatterhand gab: http://www.youtube.com/watch?v=G-6eKroZeIg&list=PL77543983AC83C68F und noch einer, diesmal mit Charles Heston (old weapon bastard), interessant ist wenn ihr Euch mal das Outfit von Charles anschaut. Fällt Euch da nicht was auf? Da hat später in Hollywood wohl einer Charles Kleidung 1 zu 1 jemand anderen verpasst (bitte Rückmeldung wer es erraten hat!): http://www.youtube.com/watch?v=ZwuHuDPZI1U&list=PL77543983AC83C68F
Nachdem ich all die Jahre gedacht hatte, dass Yma verstorben wäre, tauchte sie plötzlich im Mitte der 80ger im 3ten Programm des NDR "Schmidtshow aus dem Schmidt Theater in St. Pauli" auf. Was für eine Diva, da setzt sie falsch ein und macht dann noch das Publikum für verantwortlich. UNBEDINGT SEHENSWERT!: http://www.youtube.com/watch?v=yhUBJZdL8BY&list=PL77543983AC83C68F
Hier ein Ausschnitt aus dem Dokumentionsfilm über ihr Leben (vom deutschen Fernsehen produziert), aufgenommen kurz vor ihrem Tod: http://www.youtube.com/watch?v=UMDohGLtO80
Ein musikalisches Wunderwesen ist sie noch immer, stimmgewaltiger als jede Opernsängerin; charismatisch, geheimnisvoll und von blendendem Aussehen. Die Rede ist von Zoila Augusta Emperatriz Chavarri del Castillo, bekannt geworden unter ihrem Künstlernamen Yma Sumac.
Ihr Werdegang entspricht dem Stoff aus dem Legenden geboren werden, mit ihren Stimmbändern vermag sie Feuerwerke zu entfachen, und ihre Ahnenreihe lässt sich in direkter Linie bis auf den letzten Inkaherrscher Atahualpa zurückverfolgen,
Diese hochadelige Abstammung bestätigte ihr 1946 der peruanische Generalkonsul in den Vereinigten Staaten sogar schriftlich, um endlich den Gerüchten ein Ende zu setzen, die der Sängerin Image-Schwindel vorwarfen, indem sie behaupteten, ihr richtiger Name sei Amy Camus, Hausfrau aus Brooklyn.
Tatsächlich stammt Yma Sumac aus Ichocán, einem Dorf im peruanischen Hochland im Distrikt Cajamarca. Und ihre glamouröse Karriere sollte sie bis nach Hollywood führen, wo sie zeitweise mit ihrer außergewöhnlichen Stimme über viereinhalb Oktaven und einer Handvoll Platten Weltruhm erlangte.
Ihre abenteuerliche Geschichte beginnt, so will es die peruanische Zeitung "La Crónica" wissen, 1939 in ihrem Heimatdorf, wo Yma, gerade mal zwölf Jahre alt, auf einer traditionellen Feier zu Ehren des Sonnengottes ausgewählte Lieder auf Quechua vorträgt und dabei von einem Regierungsbeamten entdeckt wird.
Mit 14 Jahren heiratet sie ihren späteren Manager und Musikarrangeur Moisés Vivanco und reist in den folgenden Jahren mit seiner Compañía Peruana de Arte durch ganz Lateinamerika. Sie nimmt Schallplatten auf, wirkt in Filmen und Radiosendungen mit und wird von der Presse stürmisch als Star im Folkloregenre gefeiert.
Als solcher zieht es sie in den vierziger Jahren nach New York, wo der große Erfolg jedoch zunächst ausbleibt. Zu ungewöhnlich ist ihr Repertoire, die Produzenten jener Zeit wirken befremdet: wer singt schon simple Volkslieder, wenn er es sich leisten kann, die Königin-der-Nacht-Arie als simple Auflockerung für die Stimmbänder zu betrachten?
Yma Sumac muss sich entscheiden zwischen Klassik und ihren lateinamerikanischen Wurzeln. Doch eigentlich bleibt ihr keine Wahl: Ihr exzentrischer Stil stempelt die eigenwillige Lady als Kuriosität ab. Und so tingelt sie viele Jahre lang durchs Land, nimmt kleinere Engagements an und lebt mit ihrer Familie weitestgehend vom Thunfischhandel.
Erst die Entdeckung durch Capitol Records, die sie nach Hollywood einladen, bringt Yma den Durchbruch. Ihre erste Platte, Voice of the Xtabay (1950), schlägt ein wie eine Bombe und wird innerhalb kürzester Zeit zu einem Bestseller.
Ymas enorme stimmliche Bandbreite und der sekundenschnelle Wechsel von lyrischem Koloraturgesang zu gewaltig grollenden Knurr- und Fauchlauten begeistern die Musikwelt und das Publikum.Ymas Selbstdarstellung als Oberpriesterin der Inka und Jungfrau der Sonne treffen den Nerv der Zeit; ihre Person umgibt der Hauch des Mythischen, des Geheimnisvollen, des Exotischen.
Ihr damaliger Erfolg ist nicht zuletzt dadurch zu erklären, dass man in den 50´er Jahren, nach den überstandenen Schrecken des Zweiten Weltkrieges, von der Musik in erster Linie von den Alltagsproblemen abgelenkt werden will, die große Zeit von escapist entertainment bricht an, und Nordamerika zeigt sich dabei generell von den "exotischen" südamerikanischen Ländern und ihrer Musik fasziniert ist. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die umfassende Berichterstattung über die Entdeckung des legendären Macchu Picchu in den dreißiger Jahren. Wie gut muss da die "singende Inka-Prinzessin" ins Bild gepasst haben.
Für die peruanische Künstlerin folgen schnell hintereinander ein Broadway-Musical, ein Hollywoodfilm mit Charlton Heston, in dem sie sich selbst spielt - eine Inka-Prinzessin - (The secret of the Inca, 1952/53) und vier weitere Langspielplatten. Ihre perfekte Unterhaltungsmusik ist vielleicht am deutlichsten auf ihrem meistverkauften und vielleicht besten Album Mambo! von 1955 zu hören, eine Homage an die damals wie heute trendigen lateinamerikanischen Tänze.
Die überschwenglichen und kolossalen Bühnenshows boten der Diva den richtigen Rahmen für ihre Stimmakrobatik.
Spielerisch und mühelos trällerte sie liebliche Liedchen, röhrte in bassigen Tiefen mit verrauchter Whiskystimme oder beschwor unter Zischen und Schnalzen mysteriöse Laute aus dem Amazonasdschungel.
Freilich wirken die Plattencover operettenhaft mit Ymas dramatischer Mimik und den aufwendigen Kostümen, und im Gegensatz zu ihren früheren Tourneejahren in Lateinamerika, wo sie authentische Folkloremusik sang, mussten auf ihren erfolgreichen Alben Zugeständnisse an das weiße, US-amerikanische Gehör der Masse gemacht werden. Exotik und Andersartigkeit waren zwar gewünscht, gingen aber über angepasste Varianten wie den zahmen Tarzan Johnny Weissmüller selten genug hinaus.
So waren auch Ymas Kompositionen lediglich folkloristisch inspiriert. Ohne die bombastischen Bläserarrangements einer Big Band im Hintergrund und die oft amüsanten Vokal- und Showeffekte der Sängerin wären ihre LPs jedoch niemals zu Verkaufsschlagern avanciert. Die Aufnahmetechniker in diesen Jahren hatten ihre liebe Not, sobald die Improvisationskünstlerin ihre Stimme wieder einmal unabgesprochen "bis in die Stratossphäre" hinaufjagte.
Ymas Privatleben wurde seit ihrer spektakulären Scheidung und dem ein oder anderen Skandal von der Boulevardpresse ebenfalls kräftig ausgeschlachtet, dazu kam ein ernstes Problem mit dem Finanzamt: Ehemann Vivanco hatte jahrelang Steuern hinterzogen. In den puritanischen USA der Fünfziger wurde ihr das mehr als übel genommen. Ihr Ruhm litt beträchtlich und der Druck der enormen Steuernachzahlung sollte ihrem Leben eine entscheidende Wendung geben. Ymas Ex- und Wiederehemann organisierte eine mehrjährige, sehr erfolgreiche Welttournee durch die UdSSR, Europa, Asien und Lateinamerika. Nach hunderten von Konzerten konnten sie zwar die Schulden begleichen, doch ohne Werbung, Fernsehauftritte und neue Schallplatten tendierte der Bekanntheitsgrad der Sängerin bei ihrer Rückkehr in die USA gegen Null. Zudem hatte sich der Musikgeschmack geändert. Bonbonfarbene Petticoats prägten das Straßenbild und exotische Populärmusik wirkte, naja, eben ein wenig lächerlich.
1965 kam es zur endgültigen Scheidung. Vivanco setzte sich nach Spanien ab und Yma, fast vergessen, blieb in den USA zurück.
Neue Plattenaufnahmen kamen nur schwerlich zustande. Die Produzenten erinnerten sich sehr genau an Sumacs ausgeprägten Eigensinn und diefolkloristische Seltsamkeiten wie auf ihrem Album Legend of the Jivaro. Viele winkten ab. Erst ab Mitte der Siebziger ging es für die Diva wieder bergauf. Die erste Revival-Welle stand an und Yma schaffte es einmal mehr, eine neue Generation von Zuhörern mit einem einzigen Konzert in ekstatische, hörige Fans zu verwandeln. Die meisten waren zu Zeiten ihrer ersten Erfolge noch nicht einmal geboren.
Diese permanenten Schwankungen ihrer Popularität sind so etwas wie ein Markenzeichen der heute über Siebzigjährigen geworden. Doch so berühmt wie in ihren Anfangsjahren ist sie nie wieder geworden; obwohl ihre Stimme noch immer ein echtes Schmankerl für die Ohren ist. Wie man hört, lebt sieheute in Kalifornien und gibt gelegentlich Konzerte.
1996 wurden ihre alten Alben und einige gute Zusammenstellungen auf CD neu aufgelegt. Zu unserer und eurer Freude kann man bei amazon reinhören und sich von den diversen Vokalknüllern der Diva bezaubern lassen.
Yma Sumac, a mystery unsolved even today, is the only singer known to possess close to a staggering 5 octave voice. While less than a handful of singers have managed to capture Sumac's high notes, none have managed to acquire those notes including Sumac's lowest registers. More amazing, is that Yma Sumac had no formal training! It has been said she is unable to read musical notes! How did this phenomenal lady with the beautiful face and extraordinary voice come to be?
Born on September 13, 1922 (official, finally, as I have held the actual birth certificate in my hands) in the high mountains of Ichocan, Peru, little Zoila Augusta Emperatriz Chavarri Del Castillo, had dreams of being a great singer. However, such a dream was deemed almost impossible in Peru and especially for a"proper lady." But the girl was unstoppable. Around the age of 9 she could often be seen high atop a mountain in the High Andes singing ancient Peruvian folkloric songs, to a group of rocks, which she pretended was her audience. Entranced by the beautiful birds that sang nearby, she began to imitate them, by incorporating their high pitched sounds into her"repertoire."
Her voice matured somewhat by age 13 and local Peruvians took notice. Much to the unhappiness of her parents, she was invited to appear on Argentinean radio. Soon enough South America was quite enchanted with this amazing voice. In 1943, she would record around 16 songs in Argentina (most of which have been released on CD in the last decade).
Conductor Moises Vivanco met and later married the young lady, now renamed Imma Sumack and along with a dancer (Cholita Rivero), formed a group called "The Inka Taky Trio." Together they performed traditional Peruvian music. They had minor tours all over South America.
But both Vivanco and Imma Sumack had bigger dreams. After all, she is believed to be a direct descendant of Atahualpa, Peru's last Incan emperor!
Sumac’s mother's maiden name was Atahualpa, the same as that of the last ruler of the Incan civilization, Yma Sumac could be regarded as "a princess royal and spiritual leader of the mountain people of Peru...(occupying) a unique position in the Inca religion."
The trio moved to New York and continued performing. Americans were not prepared or particularly interested in the music, finding it a bit bizarre. But many were enchanted with Sumack's lovely face and voice. One night in a small New York club, a talent scout from Capitol Records was present. The man apparently saw great potential in this young lady. He immediately signed them to Capitol records a MAJOR American record label!
However, changes would have to be made. ‘ Imma Sumack’ would be changed once again, to 'Yma Sumac' a more glamorous spelling. The focus would be on Yma, and Vivanco would be "the man behind the Diva.” The simple "twangy" traditional Peruvian accompaniment would have to be incorporated into large and lush orchestral versions if it were to take on Universal appeal. This would be a challenge, but one the Vivanco's could meet! Now in her mid 20's Sumac's voice had reached it's unparalleled peak, and her beauty intoxicating. A now classic record, 'Voice of the Xtabay' was recorded in 1950 and sold over 100,000 copies WITHOUT major publicity!
After a massively successful concert at the Hollywood Bowl that same year, Yma Sumac would become world famous and travel the globe and become a vocal phenomenon. Sumac toured and recorded albums for the entire decade of the 50's, appeared in at least 4 films, had worldwide fan clubs and was eventually declared "the 8th wonder of the world." Major movie stars and opera singers were great fans of hers. Some of her childhood movie idols were now fans of hers!
While Sumac and her husband remained true to the ancient Peruvian language of Quechuan and Spanish, they occasionally ventured into Italian arias and songs not originally intended for vocal interpretation. Sumac performed Claire De Lune and The Magical Flute, astonishing critics and audiences into 20 minute standing ovations on numerous occasions. No other singer would have the vocal capabilities to make such arrangements possible.
In the 1961 Yma Sumac was to do two weeks of concerts in Russia. The demand for her was so great there, she stayed a staggering 6 months, and performed for royalty on many occasions. By tours end, she and husband Moises Vivanco were more than ready for [their second and final] divorce.
In the early 1970’s with the encouragement of a few fans, Yma Sumac recorded a complete album of psychedelic music, titled ‘Miracles.’ Her now infamous temperament dominated the entire project and the album was quickly pulled from record stores everywhere, once “complications arose.” This is one of the rarest of Yma Sumac memorabilia today, and is occasionally listed on Ebay. It seems to be a hit among her younger fans and continues to grow in popularity, as of this writing.
In the 1980's Sumac's career was rejuvenated by young fans all over the world wanting to experience the phenomenon for themselves. She had wildly successful sell-out tours from the mid-80’s into the 1990’s. By the mid 90's, Sumac's popularity reached even greater heights as the new term "exotica" (in correlation with what has come to be wincingly called "lounge" by today's standards) was coined and became a favorite genre among eclectic crowds of younger fans.
The millennium brought a handful of surprise personal appearances, the highlight of which resulted in Yma Sumac being awarded the Orden Del Sol of Peru in May of 2006. She traveled to accept the honor in person, and stayed two weeks, accepting other awards almost daily.
It may come as a surprise that a woman could become a legend with only 5 major albums! But with a voice like Sumac's, all you have to do is listen and you will know why. Her albums have been reissued for over 50 years, over and over, such is the demand of newer generations who discover this almost supernatural voice. Miss Sumac passed away at 86, on November 1st, 2008, in Los Angeles, CA. She was interred in Hollywood Forever Cemetery a week later.
The Fugs - die ultimative Politrock-Sponti-Truppe des US-Undergrounds
“Wir liebten unser Land!”
Subversive Rockmusik, die amerikanische Gegenkultur der 60er Jahre und der amerikanische Traum.
Ein Interview mit dem Literaten und Rocksänger Ed Sanders (The Fugs) von Christoph Wagner.
Ed Sanders resümiert über die Aktivitäten in den 60ern, er erzählt von den Widrigkeiten mit Politik und Musik. Und er erzählt über die Zusammenarbeit mit dem kürzlich verstorbenen Tuli Kupferberg.
Christoph Wagner hat uns freundlicherweise die Veröffentlichung des Interviews gestattet. Wir danken an dieser Stelle recht herzlich. Mit Klick auf den Link geht es weiter!
Und wer interessante Dokumentationen über Musik und Musiker mit Raritäten, Interviews, Live-music hören will, der folge diesem Link http://www.wfmu.org/playlists/GD
A good friend of us, Michael Anderson (ex-member of the Sun Ra Arkestra), presents all the time all good music.
We thank him for his work. Archives for Music Of Our Times with The Good Doctor. A wide spectrum of music: jazz, R&B, rock, blues, funk, 60's psych, and special features.
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METAL 4 RUHRPOTT - ein neues Online-Magazin ist an den Start gegangen. Wir können es nur empfehlen!
Hallo Universum,
wir sind ein kleines, sympathisches Online-Magazin und wurden auf den für sich sprechenden Namen METAL4RUHRPOTT getauft. Vor einem knappen Monat haben wir das Licht der Welt erblickt und ab ging es in die endlosen Weiten des Internets um irgendwann einmal die Welt zu erobern. Wir stecken noch in den Kinderschuhen, aber versuchen langsam auf die eigenen Beine zu kommen. Reichlich Unterstützung erhalten wir noch von Big Daddy METAL4, der schon seit geraumer Zeit die Metal-Welt mit seiner metallischen Allwissenheit erleuchtet und natürlich von unseren großen Geschwistern METAL4BREMEN, METAL4HAMBURG, METAL4HANNOVER und METAL4KÖLN – naja und Mama, die haben wir unterwegs irgendwo verloren.
Wie der Name schon verrät, sind wir das erste metallische Musikmagazin direkt aus und für den Ruhrpott und für Fans weit über die Grenzen hinaus. Anzutreffen sind wir in Proberaumbunkern und Aufnahmestudios, zwischen Jugendzentren und erstklassigen Metal-Locations, jenseits von Stadtgrenzen und Nachbars Gartenzaun – überall dort, wo Stromgitarrenmusik die Runde macht.
Wir werden schreiben: Über Namen, die man hoch lobt, Namen, die man noch nicht kennt und über all jene, die aus der Versenkung wiederauferstehen oder darin verschwinden. Über all die wilden, wohlklingenden Konzerte und sehnlichst erwarteten Festivals, über alles, was rockt und knallt.
Wir werden berichten: Von der Straße und ihren Ruhrpott-Gewächsen, ihren Geschichten von und über die Musik. Von den Musikern auf den zahlreichen großen und kleinen Bühnen. Von den Menschen, die jubelnd davor stehen oder von all jenen, die Blut und Wasser hinter der Bühne schwitzen. Von altbekannten Terminen und neuen Chancen.
Wir werden kritisieren: All die Machwerke, all die Silberlinge, die frischgepressten und veröffentlichten Ideen der musikbegeisterten Köpfe des Ruhrgebiets.
Wir werden da sein: In erster Linie für alle Metalheads, Headbanger, Kuttenträger, Spandex-Fans, Mosher, Lang- oder Kurzhaarigen, für Fans der harten Gangart. Aber auch für Musiker, Produzenten, Studios, Shops und Locations.
Wer sich jetzt noch traut…
Für Anregungen, Vorschläge, Kritik und den ganzen Rest sind wir ganz klar immer zu haben, also mailt uns an info@metal4ruhrpott.de
In diesem Sinne Metal The Pott und surft auf www.metal4ruhrpott.de
Euer METAL4RUHRPOTT
WIR GRATULIEREN ZUM PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK
FÜR DAS NEUE ALBUM „SMILING FOR A REASON!
GERMAN BLUES AWARD WINNER 2010
GERMAN BLUES AWARD NOMINATED 2012
CD – Besprechung und Anmerkungen zu Tommy Schnellers neuer CD „Smiling For A Reason“
Es fängt schon mit dem Cover und den Bildern an. Man schickt mich zurück in die Vergangenheit, die die Gegenwart durchdringt. Die CD-Hülle - Paperback, rau und doch glatt. Die Bilder in stumpfen, rauchigen Farben, tanzende Frauen „allover“. Die äußeren Dinge erhöhen die Neugier auf den Inhalt.10 Titel umfasst das Angebot, 8 davon komplett von Henrik Freischlader, der sich hier aufs Feinste kompositorisch und textlich einbringt und das Album auch produziert hat. Der Titel „Blues for the Ladies“ stammt samt Lyrics von Tommy, außerdem auch der Text des Openers. Tommys Begleitband bestehend aus: Henrik Freischlader, Gregory Barrett, Max Klaas, Gary Winters und Dieter Kuhlmann bietet die musikalisch hochrangige, starke, solide Grundlage für passenden Sound und hervorragende Begleitung.Vom Inhalt der Songs geht’s meist in Richtung Liebe und Beziehung – also Trouble, Problems und kein Ende. Aber die Stücke kommen leicht und angenehm daher, laden gleichermaßen zum Träumen und Tanzen ein. Und mittendrin Tommy: der Jazzman, der Soulboy, der funky Guy. Seine Stimme besitzt die intensive Leichtigkeit, Sehnsüchte und Gefühle aufzurufen – die Texte erzählen Geschichten der Leidenschaft. Und alles kommt direkt an, weil er es so tut, wie er es fühlt. Eine Stimme „with the touch of black and blue“.Und dann ist da die Sache mit dem Saxophon: Wenn er spielt, trifft er den Nerv und die Essenz. Sein Talent, seine spielerische Bandbreite und seine ausgeprägte Spielfreude sind ohne Grenzen.Seine unaufdringliche Präsenz bewirkt ständigen Einfluss auf die Band und damit aufs musikalische Gefüge des Ganzen.Er ist gleichermaßen Solist und Teamplayer. Tommy Schneller, der Musikartist, der in der Lage ist, mühelos den Bogen vom Blues über Jazz, Soul und Funk zu schlagen, der hörbar und erfahrbar, den Spagat schafft, zwischen dem musikalischen Aufruf an die frühen Jahre, bis zum gelungenen Ausdruck heutiger Musikgenres. Alles groovt, alles swingt, alles dringt ein, für den, der ein Ohr hat. Wenn er bei Balladen sein Instrument voll Leidenschaft und Improvisationskönnen bespielt, meldet sich regelmäßig mein Herz und manchmal auch die Träne. Was kann man auf der einen Seite mehr erreichen und auf der anderen mehr erwarten? Ich schließe die Augen und lasse mich entführen in Phantasien und andere Zeiten, getragen durch hochkarätig kreierte Arrangements, veredelt durch Tommys Stimme und sein unglaubliches Interpretationstalent am Saxophon. Eine CD-Empfehlung ohne Einschränkungen.Für mich im Augenblick, meine tägliche Chill-Out-Zone. Und bitte nicht seine Live-Auftritt verpassen. Wer einmal dabei war, will’s immer wieder haben. Ein Mann und seine Musik mit Suchtfaktorpotential. (free entrance)